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Organismen haben den gleichen Genotyp, wenn sie die gleichen Gene haben.
Sie haben den gleichen Phänotyp, wenn sie sich auffallend ähneln.
Genotyp
Der vollständige Satz von Genen, den ein Organismus geerbt hat.
Phänotyp
Das morphologische Aussehen des Individuums, die Physiologie, das Verhalten und seine ökologische Verflechtung.
Somit können zwei Individuen niemals zum gleichen Phänotyp gehören, weil es immer irgendeinen Unterschied zwischen ihrer jeweiligen Morphologie oder Physiologie gibt.
Mit Ausnahme der Organsimen, die sich ausschließlich durch asexuelle Vermehrung fortpflanzen, unterscheiden sich zwei Lebewesen sogar immer (!) geringfügig im Genotyp.
In der Praxis benutzt man die beiden Begriffe im eingeschränkteren Sinne.
Wir bedienen uns partieller Phänotypbeschreibungen (z.B. Augenfarbe) oder betrachten nur einen Teil des Genotyps (z.B. die Gene, die die Augenfarbe beeinflussen).
Es gibt einen ganz wichtigen Unterschied zwischen Genotyp und Phänotyp:
der Genotyp ist ein festgelegtes Merkmal eines einzelnen Organismus. Der Genotyp bleibt im Verlauf des Lebens konstant und wird durch Einflüsse der Umwelt nicht verändert. Die meisten Phänotypen dagegen verändern sich im Laufe des Lebens, wobei die Art der Veränderung sowohl vom Genotyp (z.B. bei Reifungsvorgängen) wie auch von der Umwelt bestimmt werden kann (siehe dazu auch Reaktionsnorm).
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